Bewerbung als Bioinformatiker

Während des Studiums bist du erstmal mindestens drei Jahre in die Tiefen der Biologie oder Bioinformatik abgetaucht. Viele Pflichtpraktika, Übungen und Seminare hat der Studienplan bereits für dich festgesetzt. Vielleicht hast du deine Abschlussarbeit in einem Unternehmen verfasst, vielleicht aber auch einfach bei einer Arbeitsgruppe an der Universität. So oder so, viele Bewerbungen hast du sicherlich nicht geschrieben in den letzten Jahren. Jetzt, wo das Berufsleben an die Tür klopft, ist eine vernünftige Bewerbung das A und O, wenn es um deine berufliche Zukunft geht. Damit du dir nicht unnötig Steine in den Weg legst, kannst du hier die wichtigsten Tipps nachlesen, um dir als angehender Bioinformatiker die Bewerbung mit links zu schreiben.

Anschreiben und Lebenslauf

Auch für den Beruf des Bioinformatikers ist die klassische Bewerbung Standard. Das bedeutet, die schriftliche Bewerbung umfasst ein Anschreiben, einen Lebenslauf inklusive Bewerbungsfoto und möglicherweise ein Motivationsschreiben. Der erste Teil deiner Bewerbung ist das Anschreiben. Adressiert an deinen zukünftigen Arbeitgeber schilderst du hier wer du bist, was du bisher gemacht hast, warum du dich für genau diese Stelle bewirbst und warum man ausgerechnet dich einstellen sollte. Es gilt also, Überzeugungsarbeit zu leisten. Das fällt vor allem anfangs nicht leicht. Je nachdem wer deine Bewerbung liest, hat ein ganz besonderes Auge auf das, was du geschrieben hast. Biologen und Forscher sind meistens entspannt und achten auf die fachlichen Qualifikationen. Personaler dagegen legen jedes Wort in die Waagschale. Besonders bei großen Unternehmen solltest du daher deine Bewerbung als Bioinformatiker zigmal durchlesen und prüfen, bevor du sie abschickst. Aber auch generell sollte deine schriftliche Bewerbung annähernd perfekt und fehlerfrei sein. Schließlich bist du später dafür da, möglichst präzise und genau zu arbeiten. Jede Schlamperei in der Bewerbung lässt sich auch auf deine Arbeitsweise beziehen.

Im Anschreiben als Bioinformatiker solltest du deinen Studiengang erwähnen und welche Schwerpunkte du eventuell gewählt hast. Wenn du bereits in Arbeitsgruppen Projekte und Aufgaben aus der Bioinformatik bearbeitet hast, dann solltest du insbesondere hier konkreter werden: Um welche Fragestellung hat es sich gehandelt, wie bist du die Problematik angegangen und mit welchen Programmen hast du gearbeitet. Je konkreter du deine bisherigen Arbeitserfahrungen schilderst, desto eher kann sich der Verantwortliche ein Bild von dir machen. Außerdem bekommen deine Qualifikationen so Hand und Fuß. Darüber hinaus erwähnst du auch persönliche Stärken, etwa Teamgeist sowie Leistungsbereitschaft. Auch hier gilt, dass du jede Behauptung auch belegen musst und sei es mit Sport im Hobbyverein. Ansonsten gilt: Halte dich möglichst kurz und formuliere sehr präzise. Je mehr du mit weniger Worten sagen kannst, desto besser.

Bioinformatiker Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch? Dann hast du mit der schriftlichen Bewerbung als Bioinformatiker bereits überzeugt und die erste Hürde hinter dir gelassen. Beim persönlichen Gespräch geht es nun darum, dich einmal von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen, schließlich will man wissen, wie du wirklich bist und ob du in das Team passt - andersrum willst du ja auch gerne deinen Arbeitsplatz und deine Kollegen und Vorgesetzten kennen lernen, bevor du deinen Vertrag unterschreibst. Gib dich daher locker aber selbstbewusst und einfach so, wie du sonst auch bist. Verkrampfe nicht und verstelle dich bloß nicht. Geübte Personaler erkennen das sofort.

Im Gespräch werden sicher noch einige Punkte aus deiner Bewerbung als Bioinformatiker aufgegriffen. Am besten du bereitest dich auf die Konversation im Vorhinein etwas vor. Was hat dir im Studium am meisten Spaß gemacht? Wo hast du deine Abschlussarbeit geschrieben? Hast du bereits Erfahrungen in der Informatik gesammelt? Wenn ja, auch außerhalb der Uni? Mit welchen Programmiersprachen kennst du dich aus und welche Programme beherrschst du bereits aus dem Eff-eff? Wenn du auf diese Fragen eine Antwort hast, dann sollte dich nichts so schnell aus der Fassung bringen.

Der Bewerbungsprozess

Nach der schriftlichen Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch als Bioinformatiker solltest du, wenn alles glatt gegangen ist, bereits den Stift zücken können, um deinen Arbeitsvertrag zu unterschrieben. Nur in seltenen Fällen, etwa sehr großen Unternehmen, kann es sein, dass du dich in einem Assessment Center beweisen musst. Dort wirst du fachspezifische Aufgaben lösen müssen, aber auch generell logische Aufgaben bewältigen. Es geht aber nicht nur um die Lösung oder deren Ansätze, sondern gleichermaßen auch um deine menschlichen Qualifikationen. Wie verhältst du dich zu deinen Kollegen? Wie sehr setzt du eigene Ideen durch oder wägst Entscheidungen ab? Du solltest dir hier bewusst sein, dass alles, was du tust, genauestens beobachtet wird.  Ein paar Ratgeber zu lesen, kann daher nicht schaden, um nicht allzu naiv in das Auswahlwochenende zu starten. Ansonsten gilt weiterhin: Sei du selbst und gib dich überzeugend, ohne arrogant zu wirken, denn niemand weiß alles besser. Wir wünschen dir für deine Bewerbung als Bioinformatiker viel Erfolg!

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welche Programmierkenntnisse haben Sie? Welche bioinformatischen Programme kennen Sie?
  • Was fasziniert Sie an der Bioinformatik am meisten?
  • Was war die Problemstellung Ihrer Abschlussarbeit?

Dresscode

Im Bewerbungsgespräch kann der gewisse Mix aus Business und Casual nicht schaden. Eine saubere Hose, ein gebügeltes Hemd und Herrenschuhe sollten Pflicht sein. Für Frauen empfehlen sich ein Hosenanzug oder eine schlichte Hose und eine dezente Bluse. Vor allem bei größeren Unternehmen kann mehr Stil oft nicht schaden.

Im Berufsalltag kannst du dann wieder einen Gang runterschalten. In deinem meisten Informatikabteilungen oder Forschungsinstituten zählt deine Arbeit weitaus mehr als dein Kleidungsstil.

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