Bewerbung als Bewährungshelfer

Du hast dich voller Überzeugung für den spannenden und herausfordernden, aber sich auch nicht ganz einfachen Job als Bewährungshelfer entschieden? Super, dann musst du dich jetzt nur noch auf freie Stellen bei den Gerichten und Ämtern bewerben. Wir verraten dir, was in das Bewährungshelfer Anschreiben gehört, was im Lebenslauf von dir erwartet wird, und womit du beim Vorstellungsgespräch rechnen musst. 

Anschreiben und Lebenslauf

Im Bewährungshelfer Lebenslauf wird zuerst einmal auf deinen Universitätsabschluss geschaut. Nur mit einem Studium in den Bereichen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder Psychologie kannst du in der Straffälligenbetreuung arbeiten. Daneben ist aber jede weitere berufliche Erfahrung für dich von Vorteil. Denn wer, zum Beispiel neben dem Studium, schon im sozialen Bereich gearbeitet hat, der verbessert nicht nur automatisch seine Kompetenzen, sondern beweist auch ehrliches Interesse an dem Berufsfeld. Wenn du Zeugnisse über solche Erfahrungen hast, dann gehören die unbedingt in den Anhang.

Im Anschreiben als Bewährungshelfer solltest du dann deine Motivation deutlich machen. Wann hast du Interesse an dem Beruf entwickelt, warum hast du dich für die Bewährungshilfe entschieden. Auch deine Erfahrungen während deiner anderen praktischen Tätigkeiten darfst du hier ausführen. Empathie und Interesse am Menschen sind mit die wichtigsten Eigenschaften von Bewährungshelfern, insofern sollte beides im Anschreiben durchschimmern. 

Bewährungshelfer/in Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Deine fachlichen Kompetenzen hast du mit deinem Lebenslauf und deinen Zeugnissen nachgewiesen, im Bewährungshelfer Vorstellungssgespräch geht es jetzt vor allem um deine außerfachlichen Eignungen. In erster Linie wird man dich nach deinem Interesse an dem Job befragen. Was reizt dich daran, Bewerbungshelfer zu werden? Mit welcher Zielgruppe möchtest du arbeiten? Wie konntest du dich bei deinen bisherigen Jobs im sozialen Bereich beweisen? Daneben wird man dich vermutlich auch mit Fallbeispielen konfrontieren,  um zu schauen, wie einfühlsam oder vorurteilsfrei du bist. Hast du vielleicht sogar schon Lösungsvorschläge oder -möglichkeiten parat?

Gleichzeitig wird dein Gegenüber herausfinden wollen, ob du in der Lage bist, eine professionelle Distanz zu wahren. Auch deine Konflikt- oder Kommunikationsfähig wird zur Sprache kommen. Daneben wird man verstärkt auf die Herausforderungen eingehen, die dich tatsächlich im Beruf erwarten, und die dir vielleicht noch nicht so bewusst sind. Damit möchten man dir gleiche falsche Vorstellungen oder romantisierte Illusionen nehmen. Wie bei vielen Berufen im sozialen Bereich wird das Bewährungshelfer Vorstellungsgespräch vermutlich ein wenig persönlicher ausfallen.

Der Bewerbungsprozess

Die Bewerbung als Bewährungshelfer läuft ganz klassisch ab. Du suchst nach freien Stellen, die in den meisten Fällen von den Ämtern und Landgerichten auf deren Internetseiten ausgeschrieben werden. Du bewirbst dich entweder direkt bei den Ämtern oder bei dem Präsidenten oder der Präsidentin des jeweiligen Oberlandesgerichtes. Dabei sendest du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf ein und packst auch alle Zeugnisse deiner bisherigen beruflichen Stationen mit dazu. Wenn du mit deiner Bewerbung überzeugen kannst, wird man dich zu einem Vorstellungsgespräch und möglicherweise auch zu einem Probetag einladen. Üblicherweise brauchst du dich bei der Bewerbung als Bewährungshelfer nicht auf ein Assessment Center, einen Einstellungstest oder dergleichen einzustellen. Doch auch hier gilt: Nichts ist unmöglich. Erkundige dich einfach vorher, damit du keine Überraschung erlebst.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Erzählen Sie von Ihren bisherigen Erfahrungen in der Sozialen Arbeit.
  • Mit welcher Klientel möchten Sie besonders arbeiten?
  • Warum haben Sie sich für die Bewährungshilfe entschieden?

Dresscode

Wenn du als Bewährungshelfer deinen Klienten mit Lackschuhe, im schicken Dreiteiler oder im aufwendigen Kostüm begegnetest, dann wird das vermutlich eher Misstrauen hervorrufen. Insofern bist du die meiste Zeit in ganz normaler Alltagskleidung unterwegs. Jeans, Sneakers – wie du bei deinen Aufgaben als Betreuer rumläufst, bleibt dir überlassen. Im Gericht hingegen solltest du etwas förmlicher auftreten, auch bei offiziellen Behördengängen kann das seriöser wirken. Und zum Vorstellungsgespräch darfst du natürlich auch Hemd oder Bluse aus dem Kleiderschrank holen. 

Beruf als
Bewährungshelfer/in