Bewerbung als Berechnungsingenieur

Prüfungen im Studium sind zwar auch nicht ohne, aber man hat Kommilitonen, die man notfalls nochmal fragen kann, wenn man auf dem Schlauch steht. Bei der Bewerbung als Berechnungsingenieur stehst du erstmal alleine da. Du willst den Job, daher musst du jetzt auch was beweisen. Während du im Studium noch einer von vielen warst, musst du jetzt derjenige sein, der dem Vorgesetzten auffällt, ohne aufdringlich  zu sein. Wie du das am besten anstellst, worauf du bei deiner schriftlichen Bewerbung und im Vorstellungsgespräch für den Berechnungsingenieur achten musst, das kannst du hier nachlesen.

Anschreiben und Lebenslauf

Der erste Eindruck oder Liebe auf den ersten Blick - obwohl wir eigentlich wissen, dass der Schein oft trügen kann, so ist der erste Eindruck doch oftmals der entscheidende. Daraus folgt, dass du dir bei deiner schriftlichen Bewerbung für den Berechnungsingenieur große Mühe geben musst. Neben den formalen Bedingungen wie Seiten- und Zeilenabstand, Schriftgröße und dem allgemeinen Layout ist beim Inhalt genauso viel Sorgfalt gefragt. Personaler legen oft Wörter in die Waagschale und so solltest du jeden Satz überdenken und mindestens zwei bis dreimal lesen. Informiere dich am besten in Ratgebern über die Do’s and Don’ts der Bewerbung.

Die Analyse ist mit eine der wichtigsten Aufgaben in deinem späteren Beruf und deine Fähigkeit hierzu ist auch schon jetzt gefragt. Egal ob du dich auf deine ausgeschriebene Stelle oder initiativ bewirbst, du musst herausfinden, worauf der Arbeitgeber Wert legt, welche Kompetenzen er von dir fordert und wo deine Stärken liegen. Diese gilt es dann zu Papier zu bringen. In deinem Anschreiben solltest du sowohl deine fachlichen, als auch deine persönlichen Stärken erwähnen. Das heißt, dass du nicht nur deine Schwerpunkte im Studium, Praktika und deine Abschlussarbeit erwähnst, sondern auch wo du bereits im Team an Projekten gearbeitet hast, ob du Auslandserfahrung aufweist oder welche Merkmale dich ansonsten besonders bzw. für das Unternehmen besonders wertvoll machen.

Dabei solltest du niemals Schlagwörter runter schreiben, sondern jede Fähigkeit auch mit stichfesten Argumenten belegen können. Behauptungen aufstellen können viele, diese zu beweisen, das ist das eigentlich Wichtige.

Im Lebenslauf solltest du die antichronologische Variante wählen. Das heißt, du erwähnst zuerst deine letzten Tätigkeiten, etwa Praktika oder Abschlussarbeiten und gehst dann die Jahre zurück. So sieht der Personaler auf den ersten Blick bereits, was für ihn am relevantesten ist.

Berechnungsingenieur Bewerbung - Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Das Vorstellungsgespräch

Wirst für den Beruf als Berechnungsingenieur zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hast du die erste Hürde bereits gemeistert. Das sollte auf ganzer Linie für dich sprechen. Zum einen natürlich für eine präzise Bewerbung und zum anderen für deine Qualifikationen. Diese werden von deinen zukünftigen Vorgesetzten im persönlichen Gespräch nochmal genauer überprüft, schließlich muss nicht alles stimmen, was du schwarz auf weiß behauptet hast.

Natürlich kann dir jeder Typ von Personaler gegenübersitzen, Berechnungen und Simulationen sind so exakt nicht möglich. Jede Vorbereitung oder jedes Bewerbungstraining kann aber eine sinnvolle Annäherung sein. Es gibt immer wieder typische Bewerbungsfragen und ein paar davon haben wir auch weiter unten für dich recherchiert. Lege dir zuhause und ganz in Ruhe für diese Fragestellungen Antworten bereit, denn so kannst, wenn es drauf ankommt, gelassen Antworten und musst nicht fürchten, wichtige Argumente zu vergessen.

Wenn du etwa gefragt wirst, welche Studieninhalte dir besonderen Spaß gemacht haben, dann solltest du natürlich besonders diejenigen hervorheben, die auch zu der ausgeschriebenen Stelle passen. Geht es um deine bisherigen praktischen Erfahrungen, so solltest du im Vorstellungsgespräch für den Berechnungsingenieur kurz erläutern, wo du deine Praktika absolviert hast, um welche Projekte es dort ging und welche Aufgaben du ganz konkret selber in die Hand genommen hast.

Der Bewerbungsprozess

In der Regel sollten eine schriftliche Bewerbung und das Vorstellungsgespräch für den Berechnungsingenieur genug sein, um eine Eignung festzustellen. Aber wie heißt es doch so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Ausnahmen sind so häufig die großen Unternehmen, die sich bei ihren Bewerbern nicht auf Eindrücke verlassen, sondern knallharte Fakten wollen. Darum schicken sie dich als Bewerber des Öfteren in Assessment Center (AC). Hier geht es darum, gleichzeitig mit und gegen die Mitstreiter zu arbeiten. Alleine oder im Team werden abstrakte oder ganz konkrete Aufgaben gelöst, diskutiert und entschieden. Neben den fachlichen Fähigkeiten so wie logischem Denken haben deine zukünftigen Vorgesetzten auch einen Blick auf die soziale Interaktion. Ob du dich also eher zurückhältst oder gewaltsam deine Meinung durchboxt, das fällt auf. Am besten ist, du schaust dich bei unseren Ratgebern um, welche typischen Aufgaben es im AC gibt und worauf Personaler gezielt achten. Danach solltest du aber nie verkrampfen und auf Teufel komm raus den perfekten Bewerber mimen, sondern stets du selber sein - schlicht und einfach ein vorbereitetes Ich.

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Warum bewerben Sie sich auf genau diese Stelle bei uns?
  • Welche berufsbezogenen Fähigkeiten bzw. welche Software kennen oder beherrschen Sie bereits?
  • Haben Sie bereits praktische Vorerfahrungen in unserem Arbeitsgebiet?

Dresscode

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, so lautet ein bekannter lateinischer Spruch. Auf das Vorstellungsgespräch gemünzt, so könnte man sagen: Ein erfolgreicher Geist, in einem gepflegten Körper. Natürlich sollte dich dein Chef später einstellen, weil du Berechnungen und Simulationen schneller und effizienter löst als deine Mitbewerber und du mit dem einen oder anderen Witz die Büroatmosphäre auflockerst. Dennoch ist ein seriöses Auftreten beim Vorstellungsgespräch zum Berechnungsingenieur absolute Pflicht, denn es zeigt auch, wie ernst du diese Chance nimmst und ein gepflegtes Äußeres spricht meist indirekt auch für einen geregelten Tagesablauf und wiederum für einen gut organisierten Typ und der ist es, den die Personaler wollen. Daher greifst du zu Herrenschuhen und dazu Anzug oder Kostüm bzw. einer schwarzen Stoffhose mit Bluse.

Im Job dagegen fährst du den Businesslook wieder auf Business&Casual runter. Hier reichen dann oft auch Jeans und Hemd und Bluse aus – gepflegt sollten sie aber dennoch sein.

Beruf als
Berechnungsingenieur/in