Karriere und Weiterbildung als Bauingenieur

Karriere ist für viele ein ganz wichtiges Stichwort. Sie möchten nicht für immer in ihrem Einstiegsjob festhängen, sondern etwas erreichen, mit Weiterbildungen Wege einschlagen, die ihnen große Gehälter versprechen. Als Bauingenieur hast du bereits ein sehr gutes Studium abgeschlossen, welches dich mit der Bezeichnung Ingenieur zu einem der bestbezahlten Arbeitsnehmer macht. Trotzdem hast du Ziele? Du möchtest noch mehr schaffen, noch höher hinaus? Nach deinem Studium ist deine Karriere als Bauingenieur noch lange nicht vorbei. Zahlreiche Weiterbildungen bieten dir die Möglichkeit, dich noch weiter zu qualifizieren oder auch andere Richtungen einzuschlagen. Du kannst selber wählen, ob du lieber im Büro oder auf der Baustelle unterwegs bist. 

Karrierepfad als Bauingenieur/in

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Masterabschluss

Nach der neuen Studienregelung gibt es anstelle eines Diplomstudiengangs jetzt nur noch den Bachelor- und den Masterabschluss. Wenn du bereits den Bachelorabschluss erworben hast, gibt es für dich noch die Möglichkeit, deinen Masterabschluss zu machen oder sogar zu promovieren. Als Bauingenieur mit einem Masterabschluss bekommst du in der Regel auch ein höheres Einstiegsgehalt. Deshalb lohnt sich diese „Weiterbildung“ vor allem zu Beginn deiner Karriere als Bauingenieur. Du kannst dir sogar aussuchen, ob du den Master berufsbegleitend oder in Vollzeit machen möchtest.

Technischer Betriebswirt

Wenn du als Bauingenieur Karriere machen möchtest, heißt das nicht gleich, dass du Geschäftsführer oder Gründer einer großen Baufirma werden sollst. Du kannst dich auch in eine ganz andere Richtung weiterbilden, zum Beispiel als Technischer Betriebswirt.

Vorab: Der Technische Betriebswirt ist nicht gleichzusetzen mit dem Betriebswirt, den man auf einer Fachhochschule oder Universität nach dem Bachelor erlangt. Es handelt sich definitiv um eine Weiterbildung, die in Teilzeit oder Vollzeit absolviert werden kann. Als Technischer Betriebswirt tauchst du mehr in die Projektplanung und Materialwirtschaft ein. Aber auch Personalwirtschaft, Rechnungswesen und Qualitätsmanagement gehören dann zu deinen Aufgaben.

Bausachverständiger

Du hast außerdem die Möglichkeit, im Laufe deiner Bauingenieur Karriere eine Weiterbildung zum Bausachverständigen zu machen. Dabei zeichnen sich die Qualitäten durch deine Objektivität und Vertrauenswürdigkeit aus. Du bist dann der direkte Ansprechpartner, wenn es darum geht, einen Schaden zu beurteilen oder eine Schadensursache zu finden. In der Position als Bausachverständiger musst du immer sehr neutral bleiben, denn auch wenn es um einen fachlichen Streit geht, musst du dies gerichtlich oder außergerichtlich klären, eine unabhängige fachliche Beratung abgeben oder Informationen zu einem tatsächlichen Zustand eines Objektes geben.

Weiterbildungen nach Berufsfeld

Während deiner Karriere als Bauingenieur gibt es in jedem der vielen Berufsfelder bestimmte Weiterbildungen, die zum Teil auch verpflichtend sind. Jeder Arbeitsbereich eines Bauingenieurs ist geregelt und hat vorgegebene Anforderungen. Tatsächlich hört die Weiterbildung in dieser Branche eigentlich nie auf, schließlich verändern sich technische Normen immer wieder. Wenn plötzlich auf der ganzen Welt neue Stahlsorten verwendet werden, sollst du diese schließlich auch kennen. Möchtest du beispielsweise Schweißfachingenieur werden, musst du eine gesetzlich geforderte Prüfung bestehen und weltweit geltende Regelwerke kennen, das Gleiche gilt natürlich auch für andere Prozesse, wie z.B. Kleben oder Korrosionsschutz.

Autor: Leonie Feibig

Beruf als
Bauingenieur/in