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Beruf als Auditor - Arbeiten in der Wirtschaft

Auditoren – oder auch Audit Manager – sind die Experten in Sachen Unternehmensberatung oder Wirtschaftsprüfung. Dein Ziel: Unternehmerische Risiken frühzeitig erkennen und Unternehmenskontrollen optimieren. So stehst du in dem Beruf als Auditor den Unternehmen mit deinem Fachwissen zur Seite. Du analysierst innerhalb der Unternehmen die Rentabilität ihrer Strukturen und Abläufe, prüfst die Einhaltung von gesetzlichen und internen Vorschriften und präsentierst deine Verbesserungsvorschläge dem Management. Dabei arbeitest du eng mit allen Abteilungen zusammen. Ein gutes Gespür für Zahlen und eine hohe Affinität zur Wirtschaftsprüfung zeichnen dich für den Beruf als Auditor aus. Mit deinem Studienabschluss im Bereich der Betriebswirtschaftslehre bist du bereits den ersten Schritt für deine Karriere als Auditor gegangen.

Spezialisierungen
Auditor/in

Arbeitsalltag und Aufgaben als Auditor

Jobs als Auditor Auditor/in werden

Sowohl intern als auch extern berätst du in dem Beruf als Auditor Unternehmen und analysierst beziehungsweise optimierst Prozesse und Abläufe, wie beispielsweise in der Produktentwicklung oder in anderen Abteilungen des Unternehmens. Ein Auditor ist häufig auch gleichzusetzen mit einem Beobachter. Das heißt, dass du Prozesse im Unternehmen genauer betrachtest. Man findet dich sowohl im Büro als auch während der Prüfung vor Ort. Deine Hauptaufgaben während einer Revision bestehen darin, Unterlagen zu sichten und zu prüfen und Datenauswertungen vorzunehmen. Am Ende einer solchen Prüfung erfolgen zudem Abschlussgespräche und Abstimmungen mit den geprüften Fachbereichen. Erst im Büro erstellst du schließlich Revisionsberichte, stimmst Feststellungen ab und bereitest dich auf weitere Revisionen vor.

Im Berufsalltag eines Auditors gibt es drei mögliche Situationen: Du kannst beispielsweise als Auditor das interne Audit durchführen und bist dann im gleichen Unternehmen angestellt, in welchem du auch die Prüfung vornimmst. Das heißt, du arbeitest ausschließlich firmenintern. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass du für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder einem anderen großen Unternehmen im Bereich Wirtschaft, Technik und Industrie tätig bist und externe Audits durchführst. Hierunter fällt das Lieferantenaudit, auch bekannt als Kundenaudit, und das Zertifizierungsaudit. Lieferantenaudits werden meist auf Wunsch des Kunden beim Lieferanten durchgeführt und meist von sogenannten freien Auditoren übernommen, während ein Zertifizierungsaudit von einem unabhängigen Auditor einer Zertifizierungsstelle durchgeführt wird. Diese drei Audits sind auch unter den Begriffen 1st Party, 2nd Party und 3rd Party bekannt und geben den Status in dem Beruf als Auditor an.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Hauptaufgaben eines jeden Auditors die Prüfung von Unterlagen und Datenauswertungen sind. Weitere Tätigkeiten jedoch hängen immer davon ab, um welchen Audittypen es sich handelt. Jedes Audit befasst sich mit einem anderen Auditgegenstand. Insgesamt gibt es acht verschiedene Audits, die ein Auditor durchführen kann. Die häufigsten sind das Systemaudit, das Prozessaudit und das Produktaudit. Aber ganz egal für welches Audit du zur Rate gezogen wirst, in dem Beruf als Auditor musst du dir in jeder Situation erst einmal einen Überblick über das große Ganze schaffen. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe von Unternehmenshandbüchern, Prozessbeschreibungen oder auch Produktspezifikationen. Deine Interviews führst du dann mit den jeweiligen Mitarbeitern des jeweiligen Fachbereichs. Im Produktionsaudit sind das die Mitarbeiter, die in einem Produktionsprozess beteiligt sind. Bei einem Systemaudit, handelt es sich um Mitarbeiter ausgewählter Bereiche und Funktionen und in einem Prozessaudit werden die Mitarbeiter der jeweiligen Prozesse auditiert. Erst nach all diesen Verfahren geht es an die Auswertung und auf Fehlersuche. Aus diesem Grund sind die höchsten Ziele in dem Beruf als Auditor natürlich in erster Linie Fehlerursachen zu finden und Verbesserungspotentiale zu entdecken.

Bereits als Berufseinsteiger bekommst du Teilaufgaben übertragen, beispielsweise die Prüfung einzelner Prozesse. Mit wachsender Berufserfahrung, wächst auch der Verantwortungsbereich in dem Beruf als Auditor. Du arbeitest zudem nie alleine. In der Regel besteht ein Prüfungsteam immer aus drei bis vier Personen. Jedoch kommt es auch ganz auf das Unternehmen an, für welches du tätig bist. Große Prüfungsgesellschaften stellen meist größere Teams zusammen, da sie für größere namhafte Konzerne Revisionen vornehmen. Auch Auslandsreisen sind dann nicht ausgeschlossen, weswegen du in dem Beruf als Auditor sehr viel unterwegs bist.  

Voraussetzungen für den Beruf Auditor

Um in dem Beruf als Auditor arbeiten zu können, solltest du unbedingt betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorweisen. Ein Bachelorstudium der BWL ist daher ein guter erster Schritt und Voraussetzung, um zugelassen zu werden. Je nach Prüfungsschwerpunkt sind aber auch Juristen oder Bauingenieure mögliche Bewerber. Außerdem werden bevorzugt Bewerber eingestellt, die im Studium Schwerpunkte wie Rechnungswesen, Revision oder Controlling belegt haben. Hinzu kommt, dass du in der Regel Berufserfahrung aus der Wirtschaftsprüfung mitbringen solltest.  Trainee-Stellen werden in diesem Bereich nicht vergeben, Praktika jedoch sind üblich und helfen beim Berufseinstieg. Abgesehen von den fachlichen Kompetenzen, solltest du für den Beruf als Auditor aber auch ein paar Softskills in der Tasche haben. Dazu gehört, dass du team- und kommunikationsfähig bist und ein sicheres Auftreten hast. Analytisches Denken, Flexibilität und Überzeugungskraft sind genauso wichtig wie Empathie. Knowhow über die Branche ist selbstverständlich unerlässlich. Fremdsprachen sind in jedem Fall vorteilhaft, besonders dann, wenn du für Auslandsaufenthalte eingesetzt werden möchtest.

Spezialisierungsmöglichkeiten

In dem Beruf als Auditor kannst du in Unternehmen aller Wirtschaftszweige arbeiten. Du kannst Revisionen für jede Art von Unternehmen vornehmen. Um dich für bestimmte Sparten auf dem Arbeitsmarkt interessanter zu machen, hast du die Möglichkeit, dich zu spezialisieren. Dies ist zum Beispiel für bestimmte Themengebiete beziehungsweise für besondere Abteilungen möglich. Darunter fallen Personal, Logistik, Vertrieb, Marketing oder auch Finanzwesen. In der Regel bewirbst du dich bei Unternehmen, die sich ausschließlich auf Prozesse bestimmter Abteilungen festlegen, und sammelst dort deine Erfahrungen. Du hast während dieser Zeit die Möglichkeit, dich hochzuarbeiten und neben Teamleiter auch Bereichsleiter zu werden.

Spezialisierungen
Auditor/in
Fachjargon
Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem, abgekürzt IKS, beinhaltet technische und organisatorische Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen, die der Einhaltung von Richtlinien dienen, aber auch der Abwehr von Schäden, die beispielsweise durch das Personal oder Dritte verursacht werden können.

Compliance

Compliance ist auch bekannt als Regeltreue und steht für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Kodizes, in Unternehmen.

Fraud

Fraud wird in der Revision häufig als Begriff für „Betrug“ oder „dolose Handlung“ verwendet. Er fasst die sogenannte Bilanzmanipulation, Untreue oder Unterschlagung und alle anderen zum Schaden des Unternehmens vorsätzlich durchgeführten Handlungen zusammen.

Wusstest du schon, dass...
  • ein Sniffer eine Software ist, die den Datenverkehr eines Netzwerks auf Auffälligkeiten überprüft?
  • der Begriff Auditor früher Beamte der römischen Kurie bezeichnete?
  • es drei verschiedene Auditarten gibt? Das Systemaudit, das Prozessaudit und das Produktaudit.
Was man kennen und können sollte
Sprache
  • Englisch
Programme
  • MS Office
  • Lotus Notes
  • SAP
  • QM-Systeme
Autor: Marina Paar
Verwandte Berufsfelder:
Auditor/in als Beruf - Aufgaben und Infos

Beruf als
Auditor/in

Qualitätsmanager, Unternehmensberater, Audit Manager, Revisor Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 2400-3100 €
Männer/Frauen-Relation 8/2
Bewerber pro Stelle: 76 Bewerber
Spitzenverdiener 7000 €