Karriere und Weiterbildung als Astrophysiker

Bis du erstmal richtig im Beruf durchstarten kannst, hast du schon einige Jahre Studium hinter dir und bis zur Festanstellung können noch weitere Jahre vergehen. Damit es dann aber losgehen kann geben wir dir einen kurzen Überblick darüber, welche Arbeitsfelder dir offen stehen und wie du die Endstufe deiner Karriere zünden kannst. Wie steht sieht es also mit Möglichkeiten zur Weiterbildung als Astrophysiker aus?

Die Forschungsarbeit kann ein hartes Pflaster sein, wenn du in ständiger Konkurrenz zu anderen Arbeitsgruppen arbeitest, um deinen „citation index“ aufzupolieren. Außerdem steigst du an Hochschulen und Instituten meistens als Phd, also Post-Doktorand ein und bekommst befristete Jahresverträge, die oft nur projektgebunden sind. Vielleicht lohnt sich für die Karriere als Astrophysiker ein Blick in die Industrie, zumal die Bezahlung hier etwas höher ist. Manchmal wird auch hier geforscht, generell bist du aber eher in die Entwicklungsarbeit eingebunden. Du konzipierst und Satelliten, Messinstrumente und Hochleistungsmaterialien und testest diese anschließend unter möglichst realistischen Bedingungen.

 

Karrierepfad als Astrophysiker/in

Astrophysiker Karriere und Weiterbildung

Promotion

Wir Menschen denken oft, wir wüssten bereits extrem viel. Als Astrophysiker ist dir bewusst, dass diese Aussage sehr relativ ist. Wenn du aber die bisher ungeklärten Fragen der Astronomie und Astrophysik beantworten willst, wenn du Fernweh zu den Sternen hast und dich grundlegende Fragestellungen mehr interessieren als angewandte Forschung und Technik, dann bist du in der Forschung sehr gut aufgehoben. Als Astrophysiker ist die Promotion in der Regel Pflicht. Die Doktorarbeit dauert in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. Während dieser Weiterbildung als Astrophysiker setzt du dich ganz intensiv mit einer bestimmten Fragestellung auseinander, etwa welche Energie eine neue entstandene Sonne emittiert und welche Rückschlüsse das auf ihren Ursprung zulässt. Mit einem Dr. rerum naturalis, also einem Doktortitel, bist du dann sehr gut für die Forschung an Universitäten und Instituten qualifiziert. Die weitere akademische Laufbahn steht dir so frei und vielleicht machst du dann mit der Habilitation einen kleinen Schritt für die Menschheit, aber einen großen Schritt für dich. Ein Doktor qualifiziert dich aber genauso gut für eine leitende Position in der freien Wirtschaft, du legst dich also mit einer Promotion nicht auf die akademische Laufbahn fest.

Technische Optik

Die Luft- und Raumfahrt ist auf höchst präzise optische Instrumente angewiesen, um hochauflösende Bilder des Weltraums zu schießen. Optische Systeme ermöglichend die Erd- und Planetenerkundung oder im öffentlichen Luftverkehr beispielsweise die Detektion von Wirbelschleppen von Flugzeugen. Als Astrophysiker ist die Weiterbildung in technischer Optik spezialisierst du dich auf die Entwicklung und Erprobung solcher Geräte, egal ob Detektoren, Scanner oder Laser.

Luft- und Raumfahrzeugtechnik

In der Industrie ist der Luft- und Raumfahrtsektor der größte Arbeitgeber für dich. Als Astrophysiker ist die Weiterbildung in Kursen zur Luft-und Raumfahrttechnik dein Schritt in Richtung Flugzeug- oder Satellitenbau. Dort kannst du dich beispielsweise auf Flugzeugkonstruktion oder Triebwerkmechanik spezialisieren und bekommst spezielles Wissen über Aerodynamik, Vordimensionierung, Verbundstofftechnik oder Belastungsermittlung.

Projektmanagement

Als Physiker bist du mit Problemlösungen und analytischem Denken bestens vertraut und Teamwork musst du nicht im Duden nachschlagen. In der Industrie wird es nicht selten vorkommen, dass dir auch die Projektleitung übertragen wird. Wenn dir die Führungsarbeit liegt, dann kannst du dich als Astrophysiker mit Weiterbildungen zum Projektmanagement und Unternehmensführung als verantwortungsvoller Mitarbeiter empfehlen. Dabei rückt die praktische Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Hintergrund. Stattdessen laufen bei dir dann die Fäden zusammen und du musst die Ziele und Termine deiner Arbeitsgruppe im Auge behalten.

Wissenschaftsjournalist

Wenn von XMM-Newton, Gravitationsdynamik oder Neutrinos die Rede ist, verstehen die meisten Normalbürger nur Weltraumbahnhof. Damit aber auch jeder, der an den Themen rund um Astronomie und Astrophysik interessiert ist, auch leichten Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen und offenen Fragestellungen erhält, bist du als Mittelsmann gefragt, der vor Papern nicht kapituliert, den Inhalt aber auch so vereinfachen kann, dass dir jeder folgen kann. Da der Journalist eine Berufsbezeichnung ist, den sich jeder verleihen kann, könntest du direkt losschreiben. Dennoch empfiehlt es sich, auch als Astrophysiker die Weiterbildung durch Kurse und Seminare zu suchen. Auch ein Volontariat bei wissenschaftlichen Magazinen wäre denkbar, hierfür musst du etwa 18-24 Monate einplanen und die Bewerber pro Stelle sind zahlreich.

 

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