Beruf als Assistenzarzt - Arbeiten in der Medizin

Raus aus der Uni, rein ins wahre Leben – mit deiner ersten Stelle als Assistenzarzt bist du deinem Traumberuf als Facharzt schon ein Stück näher. Mit dem Facharzttitel bist du in Zukunft befugt, auch Kassenpatienten zu behandeln und als Ober- oder Chefarzt tätig zu werden. Je nachdem für welchen Fachbereich du dich nach deinem Studium entscheidest, fällt der Arbeitsalltag in dem Beruf als Assistenzarzt ganz unterschiedlich aus. Solltest du während deiner Weiterbildung merken, dass dir ein anderer Fachbereich viel besser liegt oder dich mehr interessiert, ist es als Arzt in Weiterbildung sogar möglich, in eine andere Fachrichtung zu wechseln und dir dafür deine vorherigen Ausbildungszeiten anrechnen zu lassen. Du musst dir also vor dem Antreten deiner ersten Assistenzarztstelle nicht endgültig sicher sein, in welchem Bereich du später arbeiten möchtest.
Spezialisierungen
Assistenzarzt/-ärztin

Arbeitsalltag und Aufgaben als Assistenzarzt

Arbeitsalltag als Assistenzärztin Assistenzarzt/-ärztin werden

Ob J.D in „Scrubs“ oder Meredith Grey in „Grey’s Anatomy“ – sie alle sollen den Arbeitsalltag in dem Beruf als Assistenzarzt widerspiegeln. Und auch wenn es sich hier um Fernsehserien handelt, die natürlich kein Abbild der Realität sind, beinhalten sie doch oft einen Funken Wahrheit. Um den wahren Arbeitsalltag eines Arztes kennenzulernen, wirst du als Assistenzarzt direkt ins kalte Wasser geschmissen. Bereits vom ersten Tag an trägst du eine sehr hohe Verantwortung, musst Patienten über mögliche Risiken aufklären und sie nach bestem Wissen behandeln. Das erfordert trotz eines Vorgesetzten immer vollkommene Selbstständigkeit und Selbstdisziplin. Als angehender Arzt kann dir aber nichts Besseres passieren. So lernst du direkt die guten und auch die schlechten Seiten an deinem zukünftigen Berufsalltag kennen.

Für gewöhnlich gehen Studenten der Medizin den Weg über eine Uniklinik oder ein Krankenhaus für ihre erste Stelle in dem Beruf als Assistenzarzt. Hier arbeitest du dann in erster Linie auf der Station, betreust dort direkt die Patienten, bereitest Untersuchungen vor und ordnest auch Therapien an. Es ist auch logisch, dass du als blutiger Anfänger nicht direkt für eine OP eingeteilt wirst, sondern zunächst die Basics und den klinischen Alltag kennenlernst. Wer also glaubt, dass sich ein Arzt den ganzen Tag nur am Patienten aufhält, der liegt falsch. Papierkram gehört ebenfalls zu dem Arbeitsalltag eines Arztes dazu. Auch das lernst du in dem Beruf als Assistenzarzt. Zudem sollst du zwar sehr selbstständig arbeiten, musst aber immer Rücksprache mit dem Oberarzt beziehungsweise deinem direkten Vorgesetzten halten. Denn als Arzt in Ausbildung bringst du neben viel theoretischem Fachwissen noch nicht genügend praktisches Wissen mit, um jede Situation immer richtig einzuschätzen.

Neben der Berufserfahrung lernst du aber in deiner Weiterbildung auch dich zu organisieren und mit anderen Ärzten oder Klinikpersonal abzusprechen. Teamarbeit ist im Arbeitsalltag in dem Beruf als Assistenzarzt besonders wichtig. Machst du deine Weiterbildung in einer Klinik oder einem Krankenhaus kommt für dich zudem hinzu, dass du einmal die Woche eine Nachtschicht übernehmen musst, um die Stationen und auch die Notfallaufnahmen zu betreuen. Je nach Klinik ist dieses System allerdings unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich ist aber jeder Arbeitstag in dem Beruf als Assistenzarzt ein komplett anderer Tag, an dem du immer wieder etwas Neues lernst. Es gibt also keinen Plan, nach welchem man den Arbeitsalltag eines Assistenzarztes beschreiben könnte.

Voraussetzungen für den Beruf Assistenzarzt

Natürlich ist das Studium für dich Voraussetzung, um eine Stelle als Assistenzarzt ausführen zu können. Neben dem Fachwissen, was du aus dem Studium mitbringst, helfen dir deine Studieninhalte vor allem die Vorgänge im Krankenhaus nachzuvollziehen. Um auch gedanklich zu verstehen, was die Tätigkeit eines Arztes ausmacht, ist die tägliche Praxis unabdingbar. Erst hier lernst du mit Laborwerten oder der Pharmakologie wirklich umzugehen.

Was du bereits während deiner Zeit als Assistenzarzt merkst, dir aber auch für die Zukunft bewusst sein sollte, ist, dass du in Sachen Freizeit viele Abstriche hinnehmen musst. Überstunden sind in dem Beruf als Assistenzarzt keine Seltenheit, sich nebenbei zudem ständig weiterzubilden das A und O. Dies hat aber auch zum Vorteil, dass du kaum Zeit hast, dein hart verdientes Geld sinnlos zu verprassen.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Der Beruf als Assistenzarzt oder einfach nur als Arzt der Humanmedizin ist sehr breit gefächert. Bereits bevor du deine Assistenzarztstelle antrittst, solltest du dich für einen Fachbereich entscheiden und dich dementsprechend in deiner medizinischen Karriere spezialisieren. Grundsätzlich kannst du aber als Mediziner in ganz verschiedenen Berufsfeldern tätig werden und dich in die unterschiedlichsten Richtungen spezialisieren, natürlich auf medizinischer Ebene. So kannst du als Facharzt in einer Klinik arbeiten oder dich mit einer eigenen Praxis niederlassen, aber auch in völlig berufsfremde Tätigkeiten gehen wie beispielsweise ins Marketing oder Produktmanagement von Medizinprodukten. Einzig und allein in der pharmazeutischen Industrie werden meist die Promotion und ein paar Jahre klinische Berufserfahrung erwartet.

Spezialisierungen
Assistenzarzt/-ärztin
Fachjargon
Palatum

Palatum ist nichts anderes als die lateinische Bezeichnung für Gaumen. Der Gaumen ist die obere Wand oder Decke der Mundhöhle. Als Widerlager für die Zunge, hat der Gaumen eine große Bedeutung bei der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen.

CT

CT ist die Abkürzung für Computertomographie. Hierbei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren aus der Radiologie. Anders als bei einer Röntgenaufnahme, ist bei einer Computertomographie ein Computer zwingend notwendig, da hier aus den Rohdaten sogenannte Schnittbilder erzeugt werden. Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass beispielsweise der Kopf in viele Scheiben zerteilt wird, um aus verschiedenen Perspektiven eine genaue Diagnose zu erstellen.

Anamnese

Unter Anamnese versteht man eine Zusammenfassung der Leidensgeschichte eines Patienten aus dessen persönlicher Erfahrung. Sie hilft oft bei der Diagnosefeststellung und ist meist die Voraussetzung, um eine sachgerechte Therapie zu finden. Sie ist Teil einer Untersuchung und wird in der Regel vor oder spätestens nach der medizinischen Untersuchung erhoben.

Wusstest du schon, dass...
  • Jemand, der am Beatmungsgerät liegt, der warm ist und dessen Herz schlägt, im rechtlichen Sinn tot sein kann? Die rechtliche Angelegenheit in solchen Fällen ist besonders im Bereich der Organtransplantation wichtig.
  • die Bezeichnung „Assistenzarzt“ auch dann noch im Krankenhaus benutzt wird, wenn ein Arzt seine Facharztweiterbildung bereits hinter sich hat, aber nicht als Ober- oder Chefarzt angestellt ist?
  • viele angehende Assistenzärzte am liebsten ihre Ausbildung in einer Uniklinik machen wollen?
Was man kennen und können sollte
Untersuchungen
  • Blutuntersuchung
  • Belastungs-EKG
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Computertomographie
  • Kernspintomographie
Krankheiten
  • Diabetes
  • Erkältung
  • Migräne
  • Grippe
  • Alzheimer
  • Asthma
  • Fieber
Fachbegriffe
  • Tonsillitis
  • Sinusitis
  • Akne
  • Neurodermitis
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Schizophrenie
  • Kontrastmittel
  • MRT
  • EKG
Autor: Marina Paar
Verwandte Berufsfelder: Medizin
Assistenzarzt als Beruf - Infos zur Arbeit im Medizin

Beruf als
Assistenzarzt/-ärztin

Arzt in Weiterbildung Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: Ab 56 Stunden: Workaholic
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 3200-4000 €
Männer/Frauen-Relation 6/4
Bewerber pro Stelle: 4 Bewerber
Spitzenverdiener 7500 €