Karriere und Weiterbildung als Art Director

Eine Karriere in der Werbung - diesen Traum träumen viele junge Kreative. Wirklichkeit wird er aber nur für die wenigsten. Dennoch, wer es schafft, schon früh einen Fuß in die Türe zu bekommen, für den kann es schnell steil bergauf gehen. Vorausgesetzt man ist bereit, dafür in seinem Privatleben kürzer zu treten. Denn einen 9-to-5 Job hat ein Artdirector ganz bestimmt nicht. Wie deine Karriere als Art Director aussehen kann, das erfährst du nun.

Karrierepfad als Art Director/in

Art Director Karriere und Weiterbildung

Praktikum/Traineeprogramm

Ein Studium der Fächer Grafik- oder Kommunikationsdesign haben dir die Grafik Skills vermittelt. Um in einer Werbeagentur fußzufassen und Karriere als Art Director zu machen, ist dies aber längst nicht genug. Hier zählen vor allem praktische Erfahrung, Talent und Kreativität. Talent und Kreativität solltest du bereits besitzen, nun heißt es aber, dies auch in der Praxis zu beweisen – und zwar in Form von Praktika. Schon während des Studiums solltest du die ersten absolviert haben, gegen Ende des Studiums sind daher Traineeprogramme der ideale Einstieg in ein Unternehmen. Hast du dich rangehalten und tolle Referenzen und Arbeitsproben vorzulegen, sind natürlich auch Direkteinstiege in Juniorpositionen möglich.

Junior Art Director/Assistent

Als neues Teammitglied in einer Werbeagentur trägst du zunächst den Titel Assistent oder „Junior Art Director“. Diese Stellen richten sich an Absolventen, die durch Praktika (siehe oben) erste praktische Erfahrung gesammelt haben und nun bereit für anspruchsvollerer Aufgaben sind. Natürlich bekommst du nicht gleich die bedeutendsten Kunden und größten Aufträge, dennoch wirst du selbstständig arbeiten und viel Verantwortung tragen. Vor allem aber wirst du Aufgaben übernehmen, die ein dir zugeteilter Art Director zuweist, beispielsweise die Umsetzung eines Konzeptes in eine ausgearbeitete Grafik. Der nächste Schritt in der Karriere als Art Director sollte innerhalb der nächsten Jahre erfolgen.

Art Director

Nach einigen Jahren im Beruf sollte das „Junior“ im Jobtitel definitiv gestrichen werden. Die Aufträge werden bedeutender und du bekommst ein Team an die Seite gestellt. Du betreust Projekte nun selbstständig. War vorher vor allem die Umsetzung von Teilaspekten deine Aufgabe, wirst du nun im Bereich Konzeptionierung eingesetzt. Daher bist du nun derjenige, der die grafische Umsetzung delegiert und das Team beaufsichtigt. Viele Art Directors verweilen dauerhaft in der Position des Art Directors, deine Karriere muss aber längst nicht vorbei sein. Oft werden erfahrene Art Director auch als Senior Art Director bezeichnet.

Creative Director

Als Creative Director hast du die Strippen in der Hand, dafür gibst du aber einen großen Teil des kreativen Prozesses ab. Vielmehr trägst du die Gesamtverantwortung über ein Projekt und bist der erste Ansprechpartner für die Kunden und Auftraggeber. Anders als im Jobtitel steht das „Kreativ“ also nicht wirklich an erster Stelle. Dafür bekommt „Director“ aber eine deutlich größere Tragweite, denn in deinem Team hast du die Leitung und übernimmst die Koordination. Besser könnte deine Karriere als Art Director kaum verlaufen.

Selbstständigkeit

Als Art Director hast du die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen. Diesen Schritt solltest du allerdings erst dann gehen, wenn du dir in der Branche bereits einen Namen gemacht hast. Nur so wirst du lukrative Aufträge an Land ziehen können. Als freier Mitarbeiter wirst du also um jeden Auftrag kämpfen müssen und hast dadurch eine niedrigere Planungssicherheit. Ist deine Karriere als Art Director bereits fortgeschritten, ist dies eine gute Möglichkeit, mehr persönliche Freiheiten zu haben und dich konkret auf Kampagnen zu spezialisieren, die dir zusagen.  

Autor: Sabine Zagar

Beruf als
Art Director/in