Bewerbung als Architekt

Wenn du dich um eine Stelle als Architekt bewirbst, ist die Bewerbung die erste Möglichkeit, deinen zukünftigen Arbeitgeber von deiner Kreativität und deinem Organisationstalent zu überzeugen. Vor allem in Anbetracht der Tatsachen, dass deine Bewerbung das Erste ist, was dein (hoffentlich) zukünftiger Arbeitgeber von dir kennenlernt und, dass gute Stellen im Architekturbereich begehrt sind, sollte sie besonders aussagekräftig und überzeugend sein. Was es bei der Bewerbung als Architekt zu beachten gibt, erfährst du hier.

Anschreiben und Lebenslauf

Wie in jedem anderen Beruf sollte auch deine Bewerbung als Architekt aus Anschreiben und Lebenslauf bestehen. Im Lebenslauf punktest du mit deinen Fähigkeiten und den Erfahrungen, die du gesammelt hast. Dass du im Umgang mit allgemeinen Computerprogrammen wie MS Office und spezielleren wie Rhinoceros sicher bist, wird erwartet. Auch Englischkenntnisse solltest du dir schon während des Studiums angeeignet haben, eine weitere Fremdsprache kann aber definitiv auch nicht schaden. Wenn du nämlich beispielsweise mal an einem Bauprojekt im Ausland beteiligt sein solltest und die Landessprache beherrschst, erleichtert das die Arbeit ungemein. Mit einem Auslandsaufenthalt und Praktika in verschiedenen Bereichen zeigst du außerdem deine Weltoffenheit und dein Interesse am Medium Architektur.

Im Anschreiben selbst sollte v.a. Letzteres auch noch einmal aufgegriffen werden. Du stellst dich darin selbst vor und betonst, warum es dein Traum ist, Architekt zu werden, welche Erfahrungen dich auf dem Weg zum Beruf des Architekten geprägt haben und weshalb du ausgerechnet in diesem Unternehmen und dieser Stelle arbeiten möchtest. Deine gesamte Bewerbungsmappe sollte übrigens auch über ein gutes Design verfügen, schließlich kannst du so deine Kreativität und dein gestalterisches Können unter Beweis stellen.

Architekt Bewerbung - Tipps zu Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Deine Bewerbung als Architekt war so überzeugend, dass du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Dort kannst du zunächst durch ein selbstbewusstes und Kompetenz vermittelndes Auftreten einen positiven ersten Eindruck machen. Außerdem solltest du gut vorbereitet sein und dich mit dem Unternehmen auskennen. Schließlich musst du begründen können, warum du dich ausgerechnet dort beworben hast. Sei außerdem auf Fragen vorbereitet, die sich um die Architektur im Allgemeinen drehen, denn dein persönlicher Bezug und somit deine Leidenschaft für dieses Medium ist v.a. dann von Interesse, wenn du vornehmlich im Entwurfsbereich arbeiten möchtest. Deine Belastbarkeit und Motivation für den Job kannst du aber unabhängig vom angestrebten Bereich herauskehren, denn das sind genau die Eigenschaften, die ein Architekt braucht.

Der Bewerbungsprozess

Bei der Bewerbung als Architekt gibt es kein Patentrezept, das dir einen Job garantiert. Die Einsatzbereiche und möglichen Firmen, in denen du dich bewerben kannst, sind so unterschiedlich, dass du dich am besten individuell informierst. Vor allem bei renommierten Architekturbüros musst du damit rechnen, dass sich recht viele Leute auf eine Stelle bewerben. Dementsprechend kann es auch ein Weilchen dauern, bis du eine Antwort auf deine Bewerbung erhältst. In der Regel sind Unternehmen im Bereich Architektur allerdings nicht außerordentlich groß, es ist also eher unwahrscheinlich, dass du an einem Assessment Center teilnehmen musst.

Auch ein Praktikum bei deinem Traumunternehmen kann dir den Einstieg erleichtern. Wenn du dich nämlich schon während der Praktikumszeit dort beweisen kannst, steht der Festanstellung nichts im Wege. Zusammenfassend kann man sagen, dass es bei der Bewerbung als Architekt besser ankommt, wenn man sich zuvor schon einmal bei der Firma meldet – beispielsweise telefonisch – als wenn man sich ‚aus dem Nichts‘ bewirbt. 

Typische Fragen im Bewerbungsgespräch
  • Welches Gebäude hat Sie wirklich emotional bewegt und warum?
  • Welchen Architekten finden Sie besonders interessant und warum?
  • Kennen Sie das Gesetz XY aus der Bauverordnung?

Dresscode

Architekten müssen zwar einerseits bodenständig sein und viel rechnen, sind aber andererseits auch Künstler. Wie die meisten Kreativen lassen sie sich ungern vorschreiben, was sie zu tragen haben. Es scheint in diesem Job fast schon zum guten Ton zu gehören, vornehmlich schwarz zu tragen – das ist aber selbstverständlich kein Muss. Auch bei der Bewerbung als Architekt bietet sich Business Casual an: Man muss nicht in Anzug oder Kostüm zur Arbeit kommen, sollte aber auch nicht gerade in Jogginghose zum Meeting mit den Auftraggebern erscheinen. Eine einfache schwarze Hose, ein Hemd oder eine Bluse sehen businessmäßig genug aus. Wenn man den minimalistischen Künstler geben will, kann das Outfit auch ganz schwarz sein. Andere große Architekten haben sich für den Wiedererkennungswert zusätzlich ein bestimmtes Accessoire zugelegt, beispielsweise pinke Turnschuhe, einen bestimmten Schal o.ä. Wichtiger als die Farbe ist allerdings der Schnitt der Kleidung. Beispielsweise sollte man lieber ohne Jackett zum Vorstellungsgespräch erscheinen als in einem schlecht sitzenden. Formen sind in der Architektur schließlich sehr bedeutend.

Autor: Leonie Feibig

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