Beruf als Apotheker - Arbeiten in der Pharmazie

Der Beruf des Apothekers fordert so einiges von dir. Oder fallen dir spontan viele Aufgaben und Berufe ein, bei denen du dich nicht um ein Milligramm vermessen darfst oder jede falsche Aussage dramatische Konsequenzen haben kann? Nicht umsonst ist es ausschließlich Apothekern erlaubt, eine Apotheke zu leiten. Wer Apotheker werden möchte, der benötigt ein abgeschlossenes Pharmaziestudium und muss zudem ein praktisches Jahr absolvieren. Quereinstieg? Viel zu gefährlich! Wenn du nicht Pharmazie studiert hast, wird es für dich also schwierig diesen anspruchsvollen Beruf zu ergreifen. Hast du das Pharmaziestudium abgeschlossen, öffnet sich aber nicht nur die Tür zu einer Apotheke. Denn auch in der pharmazeutischen Industrie kannst du dich beruflich austoben und beispielsweise Medikamente testen oder entwickeln. 

Spezialisierungen
Apotheker/in

Arbeitsalltag und Aufgaben als Apotheker

Arbeitsalltag als Apothekerin Apotheker/in werden

Kunden beraten, Medikamente verkaufen, Rezepte einlösen – so sieht ein durchschnittlicher Tag in einer öffentlichen Apotheke aus. Doch während Kunden vor allem die Arbeit im Verkaufsraum wahrnehmen, geschieht hinter den Kulissen weit mehr. So verlassen sich Apotheker nicht darauf, dass die von der Industrie angebotenen Medikamente sicher und zuverlässig sind – daher führen sie in den hauseigenen Laboren regelmäßig Stichproben durch und sind dabei schon so manchem Mangel auf die Schliche gekommen. Auch das Mischen von Salben und Medikamente ist neben der Beratungstätigkeit einer der wichtigsten Aufgabenbereiche im Apotheker Beruf.

Dein Arbeitstag richtet sich vor allem nach den Öffnungszeiten der Apotheke. Diese liegen in der Regel zwischen 8 Uhr morgens und 20 Uhr abends. Doch auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen werden Medikamente dringend benötigt, daher werden diese Notdienste auf alle Apotheken der Region gerecht aufgeteilt. Mach dich also auf die ein oder andere schlaflose Nacht gefasst, denn tatsächlich ist es den anderen Mitarbeitern nicht erlaubt, den Notdienst zu übernehmen. Dies darfst ausschließlich du als Apotheker.

Doch nicht nur in einer Apotheke sind Apotheker tätig, so können sie auch in der pharmazeutischen Industrie arbeiten. Hier dreht sich der Alltag vor allem um die Entwicklung und das Testen von pharmazeutischen Präparaten. Selbst in Gesundheitsbehörden darfst du mit einem abgeschlossen Studium arbeiten. Apotheker arbeiten nur in Apotheken?! Fehlanzeige! 

Voraussetzungen für den Beruf Apotheker

Um Apotheker zu werden absolvierst du ein Studium der Pharmazie. Dieses dauert im Regelfall vier Jahre. Während andere mit dem Abschluss in der Tasche schnurstracks ins Arbeitsleben wandern, musst du noch ein praktisches Jahr machen, erst dann erhältst du deine Approbation – also die Zulassung für den Beruf des Apothekers.

Deine Aufgaben im Apotheker Beruf sind vielfältig, so kannst du nicht nur Kunden nicht nur bezüglich der „Risiken und Nebenwirkungen“ beraten, sondern viele Medikamente und Präparate auch selbst herstellen. Und das fordert wirklich jede Menge Wissen – aber auch Fingerspitzengefühl. Denn während der Bäcker auch mal ein paar Gramm mehr oder weniger Mehl in seinen Teig verarbeiten darf, sind bei dir die Zusammensetzungen zu 100% einzuhalten – und hier wird nicht in Gramm sondern in Milligramm gerechnet. Klar, diese Sorgfalt kennst du schon aus dem Studium, im praktischen Jahr wird sie umso mehr von dir erwartet.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Nach deinem praktischen Jahr erhältst du die Approbation und darfst ganz offiziell den Apotheker Beruf ausüben. Das ist aber kein Grund sich zurückzulehnen, denn es warten viele spannende Spezialisierungsmöglichkeiten auf dich. Da wäre zum einen die Weiterbildung zum Fachapotheker. Ob Toxikologie, Ökologie, Pharmazeutische Analytik, Klinische Pharmazie – es warten die spannendsten Fachgebiete darauf, von dir erkundet zu werden. Etwas kleinere Brötchen backst du, wenn du zunächst eine Zusatzbezeichnung erwirbst. Auch hier stehen dir Lehrgänge zu den verschiedensten pharmazeutischen Bereichen offen. Während du für eine Fachapothekerausbildung drei Jahre einplanen solltest, kannst du eine Zusatzbezeichnung auch deutlich schneller erwerben. Mit den Zusatzqualifikationen kannst du in Fachapotheken arbeiten, wie beispielsweise in Fachkrankenhäusern. Doch auch in der pharmazeutischen Industrie sind Fachapotheker gefragt, dort kannst du an der Forschung und Entwicklung von Medikamenten mitwirken. Es warten viele spannende Möglichkeiten im Pharmazie Beruf auf dich.

Spezialisierungen
Apotheker/in
Fachjargon
PTA/PKA

Ohne diese beiden läuft in einer Apotheke garnichts, denn es handelt sich um die pharmazeutisch-technische Assistentin und die pharmazeutisch kaufmännische Fachangestellte. Während die PKA vor allem die Buchhaltung im Blick hat und Salben mischt, darf sie im Vergleich zur PTA keine Rezepte entgegennehmen. Dennoch hilft sie im Verkauf fleißig mit und berät beispielsweise bei Fragen zu Kosmetik und Verbandszeug. Die PTA darf zwar, wie der Apotheker, Rezepte einlösen und Fragen zu (verschreibungspflichtigen) Medikamenten beantworten, doch eines ist auch ihr vorenthalten: Die Leitung einer Apotheke, dies darf ausschließlich der approbierte Apotheker.

Aut idem

Dies bedeutet die Vergabe eines Medikamentes, das günstiger als das eigentlich verschriebene ist, dafür aber die gleiche Zusammensetzung hat. Dies darf allerdings nicht geschehen, wenn auf dem Rezept ein entsprechender Vermerk ist.

OTC

Ist ein Medikament OTC, bedeutet dies nichts anderes, als dass es freiverkäuflich ist und laut §48 des deutschen Gesetzes die Gesundheit des Anwenders auch ohne ärztliche Überwachung nicht gefährden kann. Übersetzt bedeutet OTC „over the counter.“

Wusstest du schon, dass...
  • ein Apotheker das Coca-Cola Rezept entwickelt hat?
  • täglich 4 Millionen Menschen in Apotheken versorgt werden?
  • Apotheker täglich die Arzneimittel auf ihre Qualität und Sicherheit überprüfen? Jedes Jahr entdecken sie über 8.400 Verdachtsfälle auf Arzneimittelrisiken.
Was man kennen und können sollte
Hard Skills
  • Arzneimittelrecht
  • Arzneimittelprüfung
  • Arzneimittelinformation
Soft Skills
  • Freude an Beratung/Kundenkontakt
  • Teamfähigkeit
  • Verlässlichkeit
  • Selbstständigkeit
Autor: Sabine Zagar
Verwandte Berufsfelder: Medizin
Apotheker als Beruf - Infos zur Arbeit in der Pharmazie

Beruf als
Apotheker/in

Pharmakant Bevorzugte Studiengänge
Work-Life-Balance: 40-45 Stunden: Normal
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: 3000-4000 €
Männer/Frauen-Relation 3/7
Bewerber pro Stelle: 6 Bewerber
Spitzenverdiener 5800 €